Wie so oft spilet sich ein derartiges Geschehen im täglichen Leben ab. Morgens. Kindergarten. Eine Mutter öffnet auf einem Kinder­garten­parkplatz in einer Parklücke ihre Tür als eine andere – gerade eintreffende – Auto­fahrerin einparken wollte. Es kommt zum Unfall.

Das zuständige Amtsgericht übertrug die Haftung zu 80 % der Frau, die die Tür geöffnet hatte, denn sie hatte nach Ansicht des Richters gegen ihre obliegende Sorgfalts­pflicht verstoßen.  Wie so oft in derartigen Fällen ziehen die Richter den Begriff der Ideal­fahrerin heran, wonach diese gesteigerte Sorgfaltsverpflichtungen zu übernehmen hätte.

Die einparkende Unfallgegnerin hätte in diesem Zusammenhang aber langsamer fahren müssen und haftet aufgrund der Betriebs­gefahr ihres Autos zu 20 %.