Der Bundesgerichtshof hatte die Frage zu klären, inwieweit ein klagender Mieter einen Minderungsgrund im Sinne des § 536 Abs. 1 BGB darzulegen hat.

Der Bundesgerichtshof führt insoweit aus:

Die Minderung nach § 536 Abs. 1 BGB träte kraft Gesetzes ein. Aus diesen Gründen genügt der Mieter seiner Darlegungslast schon mit der Darlegung eines konkreten Sachmangels, der die Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch beeinträchtigt; das Maß der Gebrauchsbeeinträchtigung (oder einen bestimmten Minderungsbetrag) braucht er hingegen nicht vorzutragen (vgl.BGH, Urteil vom 27. Februar 1991 – XII ZR 47/90, NJW-RR 1991, 779; Beschluss vom 11. Juni 1997 – XII ZR 254/95, WuM 1997, 488; jeweils zu § 537 BGB aF).

Nach den Ausführungen des Bundesgerichtshofs ist von dem klagenden Mieter auch nicht zu verlangen, dass er über eine hinreichend genaue Beschreibung der Mangelerscheinungen („Mangelsymptome“) hinaus die ihm häufig nicht bekannte Ursache dieser Symptome bezeichnet (Senatsbeschluss vom 25. Oktober 2011 – VIII ZR 125/11, NJW 2012, 382 Rn. 16 mwN).

Vielmehr obliegt es dem Gericht schon dann, wenn der Mieter einen Mietmangel durch Beschreibung der Mangelsymptome darlegt, die für das Vorliegen des Mangels angebotenen Beweise zu erheben und – im Falle eines beantragten Sachverständigengutachtens – dem Sachverständigen die beweiserheblichen Fragen zu unterbreiten.