Sollten Sie als Mieter einen Hausmeister tätlich angreifen und kann dieser den Angriff vor Gericht beweisen, dann droht Ihnen die Kündigung des Mietverhältnisses. Dem Vermieter ist dann eine Fortführung des Mietverhältnisses mit Ihnen als Mieter „unzumutbar“.

Denn:

Der tätliche Angriff auf den Hausmeister recht­fertigt eine fristlose Kündigung des Miet­vertrages. Das Miet­verhältnis fortzusetzen, kann in einem solchen Fall für den Vermieter unzumutbar sein, befand das Landgericht Berlin (Az.: 65 S149/17). Denn grund­sätzlich beruhen Miet­verhältnisse auf gegenseitiger Rücksicht­nahme.

Kündigung des Mieters rechtmäßig

Das Landgericht Berlin gab dem Vermieter Recht:

Aus dem Urteil:

Ein Hausmeister werde vom Vermieter auch im Interesse der Mieter eingesetzt, daher könne es nicht hingenommen werden, dass er bei seiner Tätigkeit mit Angriffen der Mieter rechnen müsse. Der Mieter habe außerdem nicht beweisen können, dass der Hausmeister ihn angegriffen habe, denn der von ihm benannte Zeuge habe die Aussage verweigert.