Vor allem ältere Menschen sind oft auf einen Rollator oder eine Gehilfe angewiesen, um ihren Alltag bewältigen zu können. Da es für sie meist einfacher ist, diesen im Hausflur zu deponieren, anstatt die Treppen bis zu ihrer Wohnung hochzutragen, stellt sich die Frage, ob sie dies wirklich dürfen, denn nicht selten versperrt ein Rollator oder eine Gehilfe damit den Weg.

Nach allgemeiner Ansicht der Gerichte, ist es erlaubt, einen Rollator oder eine Gehilfe im Hausflur abzustellen.

Nach der Entscheidung des Landgerichts Hannover 2005 (Az. 20 S 39/05), müsse in einem Mehrfamilienhaus für einen Rollator ein Abstellplatz ermöglicht werden. Der Vermieter darf hierbei jedoch verlangen, dass der Rollator zusammengeklappt wird, um somit Platz zu sparen.

Auch das Amtsgericht Recklinghausen bekräftigte diese Ansicht in seiner Entscheidung 2014 (Az. 56 C 98/13). Das Gericht entschied hierbei, dass ein gehbehinderter Mieter dazu befugt sei, seinen Rollator neben der Haustür abzustellen, solange dadurch keine Beeinträchtigungen oder Behinderungen hervortreten. Der Vermieter muss hierbei das Abstellen akzeptieren.