Was Sie zur Vergütung von Überstunden wissen müssen:

1. Etwaige Pauschalregelungen im Arbeitsvertrag sind oftmals zu korrigieren und mithin als unzulässig einzustufen

Sobald im Arbeitsvertrag Passagen wie

„Über­stunden sind pauschal mit dem Entgelt abgegolten“

zu lesen sind, ist VORSICHT geboten. Zulässig ist eine solche Formulierung nämlich immer nur dann, wenn sie begrenzt ist, also eine konkrete Stundenzahl enthält:

Der DGB Rechtsschutz weist diesbezüglich explizit darauf hin, dass bis zu zehn Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit angemessen sind.

Merke: Eine allumfassende Vergütung von Über­stunden ist nur bei Beschäftigten in leitenden Positionen zulässig, oder eben wenn Angestellte überdurchs­chnittlich hoch bezahlt werden.

2. Die tägliche Arbeitszeit darf 10 Stunden nicht überschreiten

Merke:

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Arbeitgeber Über­stunden grund­sätzlich anordnen dürfen

Dennoch gibt es auch hier Grenzen, vor allem das Arbeitszeit­gesetz:

  • demnach darf der Chef keine Mehrarbeit anordnen, mit der die tägliche Arbeitszeit zehn Stunden übersteigt,
  • es kann aber auch sein, dass Arbeit­nehmer einfach so mehr arbeiten – weil das Pensum sonst nicht zu schaffen ist. Schreitet der Arbeitgeber dagegen nicht ein, ist das eine still­schweigende Duldung von Über­stunden, die dann auch bezahlt werden müssen.

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