Das Arbeitszeugnis muss nicht zwingend vom ranghöchsten Chef erstellt werden. Ausreichend ist hierfür ein Mitarbeiter, der eine ranghöherer Position hat. Es ist auch nicht notwendig, dass er die Arbeit des Mitarbeiters selbst gesehen hat. So entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz.

Im konkreten Sachverhalt ging es um die Klage einer Frau. Mit ihrem zuerst ausgestellten Arbeitszeugnis war sie nicht zufrieden gewesen und forderte ein neues Zeugnis. Das zweite Zeugnis wurde jedoch diesmal von der Personalleiterin und nicht wie vorher vom Klinikdirektor unterschrieben. Daraufhin klagte die Frau.

Die Richter entschieden jedoch, dass die Personalleiterin für die Unterschrift völlig ausreiche, da sie einen höheren Rang habe. Auch sei eine Zusammenarbeit nicht erforderlich. Es genüge, wenn die Zeugnisausstellerin Angaben von Dritten heranziehe, die mit der Person zusammengearbeitet haben.

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