Durch die nicht sach- und fachgerechte Montage der Vitrinen Schränke hat das Möbelhaus gegen seine vorvertraglichen Verpflichtungen verstoßen, ausreichende Vorkehrungen zum Schutz der Kunden vor Gesundheitsgefahren zu treffen. Der Inhaber von Verkaufsräumen hat dafür Sorge zu tragen, dass seine Kunden möglichst gefahrlos das Geschäftslokal begehen und hierbei Waren aussuchen können.

Ein Vertragsanbahnungsverhältnis zwischen dem geschädigten und dem Möbelhaus bestand, da der Kunde das Ladenlokal mit der Absicht aufsuchte, ein Möbelstück zu erwerben.

 

Im Ergebnis sind daher folgende Schäden zu ersetzen:

1.

Unter Berücksichtigung von Genugtuungs- und Ausgleichsfunktion des Schmerzensgeldes ist ein angemessenes Schmerzensgeld zu bezahlen. Bemessungskriterien sind hierbei insbesondere, dass sich der Geschädigte seit der Verletzung unter anhaltenden Schmerzen leidet und auf Schmerzmittel angewiesen ist. In diesem Zusammenhang sind in der Regel erhebliche Beeinträchtigungen im Alltag verbunden. Auch wenn der weitere Schadensverlauf noch nicht abschließend geklärt werden kann, ist dies in den Ansprüchen als unbezifferter Antrag zu beachten.

2.

Darüber hinaus ist der Haushaltsführungsschaden zu ersetzen. Der Haushaltsführungsschaden nach §§ 842, 843 BGB berechnet sich in aller Regel wie folgt:

Soweit der Ausfall des Geschädigten durch Mehrarbeit von Familienangehörigen oder überobligatorischer Anstrengung der Verletzten aufgefangen wird, ist der Schaden normativ festzusetzen und gem. § 287 ZPO unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse zu schätzen.

Bei einem angemessenen Stundensatz von 8,50 EUR ist zusätzlich die wöchentliche Arbeitszeit zu bemessen.

3.

Zu erstatten ist weiter gem. § 287 ZPO eine Auslagenpauschale von EUR 25,00.

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