Der 14. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm verhandelt am heutigen 15.09.2017 einen Rechtsstreit in der Rubrik des Allgemeinen Zivilrechts, nämlich im Darlehensrecht.

Die Parteien streiten über die Rückzahlung von Beträgen, die die Klägerin dem Beklagten als Darlehen überlassen haben will. Die Gelder wurden zum Betrieb einer Tapas Bar in Lünen eingesetzt.

Über diese Bar wurde bereits am 27.03.2011 ein Fernsehbeitrag in der Reihe „Rosins Restaurants“ ausgestrahlt. Dieses Video bzw. dieser Fernsehbeitrag soll nunmehr vor dem OLG als Beweis herangezogen werden.

Vorentscheidung des Landgerichts Dortmund:

Das Landgericht Dortmund hat den Beklagten mit erstinstanzlichem Urteil vom 11.11.2016 (Az. 25 O 324/15 LG Dortmund) zur Zahlung von ca. 19.600 Euro nebst Zinsen verurteilt.

Dabei hat es aus den von den Parteien vorgetragenen Umständen auf den Abschluss mündlicher Darlehensabreden geschlossen, die den Beklagten zur Rückzahlung dieser Beträge verpflichten.

Berufung des Beklagten

Gegen das erstinstanzliche Urteil wendet sich der Beklagte mit seiner Berufung.

Er bestreitet weiterhin, das ein Darlehensvertrag vorliegt, er also das Geld in Form eines Darlehens erhalten zu haben. Die Zahlungen seien vielmehr aus Gefälligkeit und ohne rechtsgeschäftliche Grundlage erfolgt.

 

Wir halten Sie auf dem Laufenden und erläutern dann die Voraussetzungen eines mündlich geschlossenen Darlehensvertrages und dessen Beweis vor Gericht.