Rechtsprechung Mietrecht – Bohrlöcher in Fliesen

Das generelle Bohrverbot im Mietvertrag ist unwirksam. Mietern ist es erlaubt in Badezimmer- und Küchenwände zu bohren, um einen Spiegel oder Halterungen anzubringen.

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Fliesen mit Bohrlöchern müssen vom Mieter bei Auszug ersetzt werden

Das generelle Bohrverbot im Mietvertrag ist unwirksam. Mietern ist es erlaubt in Badezimmer- und Küchenwände zu bohren, um einen Spiegel oder Halterungen anzubringen.

Möglichst sollten Mieter nicht die Wandfließen anbohren, sondern die Löcher in die Fugen platzieren.

Das Anbohren der Fliesen kann eine verbotene Substanzverletzung darstellen, wenn es nicht für die normale Nutzung des Raumes erforderlich ist.

Komplette Neuverfliesung droht

Mieter müssen beschädigte Fliesen spätestens beim Auszug ersetzen. Dem Mieter kann auf seine Kosten eine komplette Neuverfliesung des Badezimmers drohen, wenn sich keine Ersatzfliesen beschaffen lassen.

Es empfiehlt sich, die Bad- und Küchen­accessoires an die Fliesen zu kleben, statt zu bohren.